SG Babenhausen lachender Titelträger

TSV Pfungstadt – TV Fränkisch-Crumbach 33:26 (14:12). Erleichterung herrschte nach dem Schlusspfiff in der Großsporthalle. Babenhausen war mit dem kompletten Kader angereist. Ausgiebig feierte die Mannschaft um Trainer Christian Seliger die Meisterschaft bis in die Nacht hinein und diskutierte schon vor dem letzten Spiel in Bonsweiher den pfundigen Saison-Abschluss. Zuvor hatte der TSV Pfungstadt im Derby dank starker und aufmerksamer Abwehrarbeit dem TV Fränkisch-Crumbach die letzte Chance auf den Titel geraubt. Pfungstadts Handballer demonstrierten eine 3-2-1-Abwehr während der gesamten Spielzeit – ein Kraftakt.

Die Odenwälder hatten zu viele individuelle Ausfälle, beide Torhüter inbegriffen. Mehrfach wechselte sie Trainer Bernd Roos, es half nicht. Pfungstadt besaß in Mario Ubiparib einen intelligenten Spielleiter, der den Gästen fehlte.

In der spannenden zweiten Hälfte führte der TSV schon 19:15. Die Gäste schafften das 17:19, kassierten dann aber zwei Zeitstrafen. Pfungstadt enteilte auf 25:20 (50.), nun wurde es eng für Fränkisch-Crumbach. Bernd Roos ließ Ubiparib kurz decken. Die größeren Freiräume nutzte Kreisläufer Premyslaw Jagla, der mit vier Treffern aus dem Rückraum die Entscheidung besiegelte. Die Gastgeber hatten mehr investiert. Während beim Verlierer lediglich der unermüdliche Tobias Schümann (5) und Linksaußen Alexander Seipel (3) zu gefallen wussten, hatte Pfungstadt mit Andreas Ochs (13 Tore), Max Damm (4) und Jagla (5) vorzügliche Werfer. Trainer Jens Becker war zufrieden mit dem Derby und dem Saison-Verlauf: „Wieder haben wir über die Abwehr ein Spiel gewonnen. Genau vor einem Jahr haben wir hier gestanden und gerade so den Abstieg verhindert. Jetzt sind wir Liga-Zweiter, da hat mich meine Mannschaft schon beeindruckt.“

Bernd Roos gratulierte der SG Babenhausen zum Titel: „Die hatten einfach den längeren Atem und haben sich die Meisterschaft redlich verdient.“ TSV Pfungstadt verabschiedete Danilo Jaksic (Handball-Pause).

TSV Pfungstadt: Bartylak, Becker (im Tor), Ochs 13/4, Jagla 5, Max Damm 4, Kohlmann 4, Jaksic, Gandenberger 2, Fischer. Ubiparib, Schwarz. TV Fränkisch-Crumbach: Zimmer, Kiss (im Tor) Kovaci 6, Schümann 5, Eckert 4, Jeler 3, Alexander Seipel 3, Lieb 3/1, Jost 2, Almeida, Pektas, Spiess, Zeitstrafen: 3/5, Siebenmeter: 4/4 und 2/1, Zuschauer: 250.

TSV Handballer vergaben Chancen

Roßdorf hat Pfungstadt im Griff

Handball, Landesliga – 33:31-Erfolg kostet Gäste wohl den Aufstieg – Fünfter Erfolg in Serie

Roßdorf bedankte sich bei den treuen Anhängern mit einer kämpferisch tadellosen Leistung. Auch am Sonntagabend hatten sich gut 300 Zuschauer in der Günter-Kreisel-Halle in Roßdorf eingefunden, darunter etwa 60 Kinder.

Von Beginn an entwickelte sich ein verbissener Vergleich, der allerdings spielerisch keine Augenweide war. Pfungstadt versuchte sich trotz der individuellen Klasse einiger Gegenspieler mit einer offensiven 3-2-1-Abwehr. Die hätte vielleicht funktioniert, weil Roßdorf es nicht verstand, den Ball laufen zu lassen. Gerade Jochen Ruhl und Julian Klein verstrickten sich häufig in Einzelaktionen. Trotzdem legten die Gastgeber ständig vor, weil Pfungstadts Torhüter in Halbzeit eins gerade einen einzigen Ball erwischten.

Nach dem frühen 5:3 kamen die Gäste heran, dank ihres starken Halblinken Andreas Ochs. Er warf 14 Treffer. In der 33. Minute schafften die Gäste die erste Führung – 20:19. Viele Zeitstrafen verhinderten jedoch mehr. Taktgeber Mario Ubiparib (6) und Ochs hielten die Mannschaft im Spiel.

Dann brauchte Ochs eine kurze Verschnaufpause. Roßdorf zog auf 30:27 davon (53.). In dieser Phase ließ Pfungstadt zu viele Möglichkeiten aus. Die Gäste kamen in der Schlussphase nicht mehr zurück, den Roßdorf ging das hohe Tempo jederzeit mit. Roßdorfs Trainer Stefan Henßel blickte nach der Partie zufrieden auf die Saison zurück: „Das war eine schwierige Zeit mit vielen Verletzten. In den letzten Wochen haben wir aber gezeigt, wo wir stehen könnten“. Trainer Jens Becker wollte Pfungstadts Team keinen Vorwurf machen. „Es hat nicht alles gepasst, aber wir haben bis zum Schluss alles gegeben.“

TSV verteidigt Tabellenführung in der Landesliga Süd

TSV Pfungstadt – HSG Maintal 39:26 (17:11): Schon zur Halbzeit war der anschließend einseitige Vergleich entschieden. Maintal hielt 20 Minuten dagegen. Da führte Pfungstadt 11:9. Dann wechselten die Gäste durch, was die Gastgeber ausnutzten. Über die schnellen Außen Oliver Kohlmann (6) und Joschka Jankovic (6) gelang eine frühzeitige Entscheidung.

Nach dem 27:17 gaben die Gäste auch ihre äußerst harte Gangart auf. Tabellenführer Pfungstadt wechselte schließlich viel durch, erhöhte aber trotzdem auf 36:22. „Das war dann doch recht vernünftige Abwehrarbeit. Allerdings haben wir zu viele gute Torchancen ausgelassen, gerade in der ersten Halbzeit“, bilanzierte Pfungstadts Trainer Jens Becker.

TSV-Torschützen: Ochs 10/4, Kohlmann 6, Jankovic 6, Max Damm 5, Gandenberger 3, Jagla 3, Ubiparib 2, Fischer und Jaksic. Zuschauer. 150

TSV verteidigt Tabellenführung in Handball – Landesliga

Der TV Asbach war vor lediglich 150 Zuschauern in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft. Mit dem überraschend hohen Erfolg revanchierten sich die Gastgeber für die heftige 17:34-Hinspiel-Niederlage in Pfungstadt.

Der Erfolg hatte einen Namen. Torhüter-Denkmal Joachim Figlus wuchs gerade nach dem Wechsel zur unüberwindbaren Hürde für den gestrauchelten Klassenprimus. Der Auftritt der Gäste war jedoch auch zu fehlerhaft und undiszipliniert. Zeitstrafen wegen Meckerns sind eigentlich ein Tabu in einem so wichtigen Spiel.

Engagiert spielte der TSV Pfungstadt trotzdem. Von Beginn an entwickelte sich eine hart umkämpfte, aber nicht unfaire Begegnung. Das Schiedsrichter-Gespann Dennis Albert/David Hoffelner verlor im Verlauf der Partie die Linie, verteilte 17 Zeitstrafen und zwei Rote Karten mit Bericht (Sebastian Köhler/Asbach sowie Daniel Mehring/Pfungstadt).

So wurde es hektisch auf dem Parkett. Halbzeit eins verlief ausgeglichen, weil beide Abwehr-Reihen Lücken offenbarten. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Gäste Asbachs Antreiber Moritz Kaczmarek dann nicht mehr in den Griff. Die Gastgeber erhöhten nach 20 Minuten von 6:5 auf 11:7.

Kaczamrek traf bei 14 Versuchen zwölfmal, wirbelte selbst in Manndeckung später auf Linkaußen munter weiter. Dem Gegner fehlte solch ein Spielgestalter im Rückraum.

Nach dem 19:16 kam der Herausforderer hellwach aus der Kabine. Geduld hatte Spielertrainer Sven Trautmann im Angriff gefordert. Geschickt spielte Asbach nun Überzahl-Chancen aus, setzte immer wieder Rechtsaußen Matthias Weber ein. Das Geburtstagskind warf sechs Tore. Asbach erhöhte von 22:19 auf 29:24 – zehn Minuten vor dem Abpfiff. Torwart Joachim Figlus hatte trotz dieser Vorentscheidung weiter viel Spaß am Derby. Die lustlosen Pfungstädter warfen in den letzten zehn Minuten gegen Asbachs Urgestein lediglich noch einen einzigen Treffer.

„Aufgrund unserer schlechten Trainingsbeteiligung war mir vor dem Spiel schon mulmig, aber die Mannschaft war hochengagiert und hat ihre Routine ausgespielt“, freute sich Spielertrainer Sven Trautmann, der verletzt zuschauen musste, über die homogene Leistung. Pfungstadts Trainer Jens Becker war enttäuscht: „Das war ein Rückfall in schlimmste Zeiten. Gerade über die vielen Undiszipliniertheiten müssen wir unbedingt reden“.

TSV Handballer verteidigen Tabellenführung

SKG Bonsweiher – Undiszipliniertheiten in der Schlussphase münden in 30:31-Niederlage gegen TSV Pfungstadt in der Landesliga Süd.

Die Verantwortlichen der SKG Bonsweiher waren nach der Schlusssirene des Heimspiels gegen Pfungstadt bedient. Nicht die Tatsache, dass die Odenwälder gegen den Tabellenführer verloren hatten, ärgerte allerdings, vielmehr war es die Art und Weise, wie die Niederlage in den letzten Minuten zustande kam. Mit einigen Undiszipliniertheiten schwächten sich die Bonsweiherer in der Schlussphase selbst, kassierten Zeitstrafen. Und als Höhepunkt sah auch noch Emin Halac in der letzten Minute wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte mit Bericht, was eine Sperre bedeutet. Damit hat Halac seinem Team zum wiederholten Mal einen Bärendienst erwiesen.

Dabei spielte die SKG über weite Strecken gut, war für den Meisterschaftskandidaten ein ebenbürtiger Gegner. Dass die Bonsweiherer nur Zehnter sind und gar noch in Abstiegsgefahr geraten können, war nie zu erkennen.

SKG-Trainer Christoph Fraefel überraschte die Gäste mit einer offensiven Deckung, und bereits nach drei Minuten sah sich Pfungstadts Coach Jens Becker gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Über 6:4, 7:8 und 10:9 entwickelte sich bis zur Pause eine Partie auf Augenhöhe. Unmittelbar nach dem Wechsel genügten den Bonsweiherern drei Angriffe mit drei Treffern, um beim 17:16 vorzulegen. Auch zehn Minuten vor dem Ende schien die Überraschung greifbar, als die Odenwälder ein 28:26 vorlegten. „Leider haben wir dann drei Angriffe vergeben. Statt auf drei Tore zu erhöhen, kassierten wir wieder den Ausgleich“, blickte SKG-Sprecher Michael Ginader auf die entscheidende Phase zurück. „Aber eigentlich wäre da noch alles drin gewesen, hätten wir nicht die Disziplin verloren. Das ärgert mich maßlos“, so der Betreuer. „Kämpferisch und spielerisch war das bis zur 55. Minute alles gut – und dann werfen wir einen Punktgewinn durch unnötige Meckereien weg. Das geht gar nicht“, haderte er. Die Pfungstädter nutzten die Überzahlsituationen und feierten am Ende einen 31:30-Erfolg, bei dem sie sich schwerer taten als erwartet.